Katzengras – Slimmys Testbericht

Slimmy mit KatzengrasZum ersten Mal haben Slimmy und ich uns für Euch durch eine Auswahl von Produkten getestet. Das Thema: Katzengras! Ich dachte, das eignet sich gut für eine Arbeitsteilung: Ich bewerte, wie praktisch das jeweilige Produkt ist und Slimmy sorgt für den Geschmackstest. (;

Außerdem habe ich vor einiger Zeit auf „mein-katzenblog.de“ gelesen, wie schlimm es dem armen Tommy ergangen ist, nachdem ihm ein Grashalm im Hals steckengeblieben war. Und ausgerechnet dieses Katzengras hatten wir auch ganz oft daheim…. Zwar ist bei uns noch nie etwas passiert, aber es kann ja nicht schaden, sich auch ein paar Alternativen anzusehen.

„Ready-to-go“ Katzengras

Bereits voll angewachsenes Katzengras im Becherl zu kaufen, ist natürlich die praktischste Variante. Das stellt man einfach hin, gießt hin und wieder und fertig.

Zyperngras

fertig gekauftes KatzengrasDa es bei den Filialen von Fressnapf, Das Futterhaus und Bellaflora bei uns in der Nähe nur dieses „Blumen-Senf-Katzengras“ gibt, habe ich es in den letzten Jahren häufig gekauft. (Das ist übrigens das Gras, das Tommy im Hals stecken geblieben ist, zumindest sieht das Becherl in dem es zu kaufen ist, ganz gleich aus.)

Die einzelnen Grashalme sind sehr lang und vergleichsweise scharfkantig. Allerdings hält sich dieses Gras, wie ich jetzt im Vergleich mit anderen Varianten gesehen habe, vergleichsweise sehr lange, wenn man halbwegs regelmäßig gießt.

Slimmy mochte es immer gern, wohl besonders, weil sie auf extralange Halme abfährt.

Katzengras in „Pflanzschalen“

Bei dieser Variante muss man zwar etwas warten, bis das Gras angewachsen ist, man braucht jedoch keinen Topf, Erde oder Ähnliches. Das Gras wächst stattdessen auf einem Granulat. Es reicht, zunächst nach Gebrauchsanleitung einmal ordentlich Wasser darüber zu schütten und danach hin und wieder zu gießen. Das ist natürlich für alle, die keinen Garten, Balkon etc. und deswegen nicht ohnehin immer Blumenerde zuhause haben, praktisch. Allerdings sammelt sich einmal mehr (zusätzlicher) Plastikmüll an.

GimCat Soft-Gras

Gim Cat Soft-GrasDas GimCat Soft-Gras gibt es in einem Plastikschalerl. Was mich besonders gestört hat, ist, dass das Plastikschalerl nicht nur mit einem Plastikdeckel verschlossen, sondern dann auch nochmal in Plastik eingeschweißt ist.

Es ist aber wie versprochen innerhalb weniger Tage gut angewachsen und brauchte wenig Pflege. Ich habe es alle paar Tage ein bisschen gegossen und damit hatte es sich auch schon.

Die Halme sind sehr dünn und auch recht lang, dabei aber trotzdem – wie es der Name verspricht – sehr weich und absolut nicht scharfkantig.

Slimmy hat zwar hin und wieder daran geknappert, zeigte sich aber insgesamt wenig begeistert.

GimCat Katzengras

schimmlige SamenDas GimCat Katzengras mit Schnellkeimung funktioniert nach demselben Prinzip. Jedoch haben wir hier die Variante im „Plastiksackerl“ getestet. Hier fällt zumindest etwas weniger Plastikmüll an, denn das Plastiksackerl wird einfach aufgeschnitten und Wasser reingetan.

Allerdings hat sich bei uns schon am zweiten Tag an einigen Stellen eine feine Schimmelschicht gebildet. Damit war das Experiment für mich beendet und die Samen wurden entsorgt.

Trixie Katzengras-Saat

Trixie-KatzengrasVom Trixie Katzengras haben wir den Nachfüllbeutel getestet. Dabei handelt es sich um ein gleich großes Plastiksackerl wie das gerade genannte GimCat Katzengras, allerdings soll man hier den Inhalt laut Anleitung in eine Schale umschütten. Dazu habe ich die Plastikschale verwendet, die wir schon vom ersten GimCat Gras hatten.

Das Gras ist innerhalb weniger Tage aufgegangen und war sehr pflegeleicht. Hin und wieder gießen und die Sache hatte sich.

Die Grashalme sind extrem dünn, allerdings nicht scharfkantig.

Slimmy mochte dieses Katzengras allerdings gar nicht. Nur fürs Foto musste sie natürlich durchs Bild laufen. (;

Katzengras zum ansäen

Die klassische Variante, einfach Samen zu kaufen, verursacht am wenigsten Müll. Hier hat man ja nur das kleine Sackerl aus (beschichtetem) Papier. Natürlich braucht man zum ansäen einen Topf und Blumenerde. Das haben wir aber sowieso immer zuhause.

Sperli’s Katzengras

Sperli's KatzengrasSperli’s Mini-Tiger-Gras ist bei uns innerhalb weniger Tage aufgegangen. Was mich jedoch gestört hat, ist, dass es sehr „empfindlich“ ist. Ich habe es genauso oft gegossen, wie alle anderen Pflanzen, bzw. anderes Katzengras, und trotzdem ist es innerhalb weniger Tage schon ziemlich schlaff heruntergehangen.

Die Halme werden recht lang, sind relativ breit und sehr weich. Scharfe Kanten sind hier nicht zu befürchten.

Slimmy mochte es durchaus gerne, allerdings erst, nachdem die Halme eine für sie akzeptable Länge hatten.

Austrosaat Katzengras

Austrosaat Katzengras

Das Katzengras von Austrosaat ist ähnlich schnell aufgegangen wie Sperli’s und ist auch bezüglich der Beschaffenheit der Halme diesem sehr ähnlich.

Auch hier hat Slimmy gerne immer wieder einmal daran geknabbert, nachdem die Halme lang genug waren.

Wheatgrass

WheatgrassWird das Wheatgrass von Natures Root genau nach Anleitung angepflanzt, ist es das bei weitem umständlichste der hier getesteten Produkte. Hier, weil die Übersetzung so schön ist, die deutsche Anleitung auf der Verpackung:

„SPÜLEN & SOAK Put 1-3 EL Samen im Keimungsbehälter. Mit Mesh abdecken und sichern. WAsser hinzufügen, verwirbeln und abtropfen lassen. Add 1 Tasse Wasser und einweichen für 6-8 Stunden. Gut abtropfen lassen. SPÜLEN 2-3 mal am Tag, dann wieder mit Wasser auffüllen. Glas umdrehen, abtropfen lassen. In 2-3 Tagen bilden sich winzige Sprossen. PLANZEN Fügen Sie 1-Zoll-Schicht Erde zum Behälter / Topf hinzu, Wasser sanft. Streuen Sie die gekeimten Samen gleichmäßig über den Boden. Mit einem Plastikdeckel abdecken. Sprühen Sie täglich Wasser. Bedecken Sie die Abdeckung nach dem Gras 1-2 Zoll. Wasser täglich. Gras ernten bei 4-6 Zoll.“

Ich habe es einmal so angepflanzt und danach einfach den Samen ohne vorheriges Ankeimen in einen Topf mit Blumenerde gegeben. Beim Ergebnis gab es kaum Unterschiede, die wenigen Samen, die ohne Ankeimen nicht aufgegangen sind, waren kaum der Rede wert.

Die Halme sind vergleichsweise breit und dick, aber nicht scharfkantig. Allerdings war auch hier da Problem, dass die Halme relativ schnell schlaff geworden sind. Zumindest haben sie aber einige Tage länger durchgehalten als Sperli’s Katzengras.

Slimmy mochte auch diese Variante ganz gerne, nachdem die Halme erst einmal lang genug waren.

Fazit

Die einfachste und praktische Variante ist sicherlich, Katzengras fix fertig gewachsen zu kaufen. Da braucht man auch erst gar nicht daran zu denken, rechtzeitig neues Gras anzupflanzen. Allerdings war die von uns getestete Variante (Zyperngras) im Vergleich die scharfkantigste.

Katzengras, das in der Verpackung auf Granulat wächst, ist sicherlich praktisch für alle, die nicht ohnehin ständig Blumenerde zuhause haben. Der klare Nachteil ist der zusätzliche Müll. (Neben der Plastikverpackung auch das Granulat.) Die von uns getesteten Varianten, die auch tatsächlich getestet werden konnten, waren sehr zart, Slimmy war allerdings nicht sonderlich angetan. Enttäuschend war die Variante „im Plastiksackerl“, da sich hier schon nach einem Tag Schimmel gebildet hat.

Die umweltfreundlichste Variante ist sicherlich, Samen selbst anzusäen. Denn hier entfällt ja auch der Plastik- oder Pappbecher, in dem das fix-fertige Katzengras gekauft wird. Slimmy mochte alle getesteten Varianten. Sperli’s Katzengras ist mir jedoch negativ aufgefallen, weil es nach nur wenigen Tagen „schlapp gemacht“ hat. Auch beim Wheatgrass von NaturesRoot hat nicht sehr lange gedauert, bis die Halme schlaff geworden sind. Am längsten „knackig“ war das Gras von Austrosaat.

Abschließend möchte ich anmerken, dass ich keinen grünen Daumen habe. Es kann also durchaus auch an mir gelegen haben, dass das eine oder andere Problem aufgetreten ist. Allerdings hatten ja alle getesteten Produkte dieselbe Ausgangslage mit mir als unbegnadeter Hobbygärtnerin…(;

 

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