Pankreatitis und Pankreasinsuffizienz

Pankreatitis

Wie Ihr vielleicht wisst, leidet Slimmy seit Jahren unter anderem an einer chronischen Pankreatitis. Aber was ist das eigentlich? Was unterscheidet eine chronische von einer akuten Pankreatitis und was steckt hinter dem Begriff Pankreasinsuffizienz? Wie erkennt man sie und vor allem, wie behandelt man sie? Das will ich versuchen, in diesem Beitrag zu erklären.

Was macht die Bauchspeicheldrüse eigentlich?

Das Pankreas (= die Bauchspeicheldrüse) ist eine Drüse, die sowohl endokrin (nach innen abgebend) also auch exokrin (nach außen abgebend) arbeitet. Der exokrine Anteil produziert ein Drüsensekret, das die Nahrung in verwertbare Bestandteile aufschlüsselt. Dieses Sekret besteht vor allem aus inaktiven Vorstufen der Verdauungsenzyme, die bei einer gesunden Katze erst im Dünndarm (zu Verdauung der Nahrung) aktiv werden. Es handelt sich um Peptidasen (zur Verdauung von Eiweißen), Amylase (zur Verdauung von Kohlenhydraten), Lipasen  (zur Verdauung von Fetten) und Nukleasen (zur Verdauung von DNA und RNA). Der endokrine Anteil produziert vor allem Hormone  zur Blutzuckerregulierung wie Insulin oder Glucagon.

Was ist eine Pankreatitis bzw. eine Pankreasinsuffizienz überhaupt?

Akute und chronische exokrine Pankreatitis

Von einer akuten Pankreatitis sprechen wir, wenn das Pankreas akut entzündet ist. Geht die Entzündung nicht mehr (ganz) weg, sprechen wir von einer chronischen Pankreatitis, bei der es typischerweise immer wieder auch zu einem akuten Aufflammen, also zu akuten Schüben, kommt. Diese chronische Entzündung führt schließlich zu Vernarbungen und das funktionsfähige Organgewebe schrumpft. Die entsprechenden Veränderungen/Schädigungen am Organ sind (zumindest für SpezialistInnen) im Ultraschall sichtbar – und unterscheiden die (einmalige) akute von der chronischen Pankreatitis. In weiterer Folge kann diese Organschädigung etwa zur Pankreasinsuffizienz  oder auch – Stichwort Insulin-Produktion im endokrinen Anteil – zu Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) führen.

Aber warum entzündet sich die Bauchspeicheldrüse überhaupt?

Selbstverdauung des Pankreas

Wie bereits erwähnt wird in der Bauchspeicheldrüse ein Drüsensekret gebildet, das dazu dient, die Nahrung in verwertbare Bestandteile aufzuschlüsseln. Dieses Sekret besteht vor allem aus inaktiven Vorstufen der Verdauungsenzyme, die normalerweise erst aktiv werden, wenn sie in den Dünndarm gelangen. Wenn diese aber schon vorher, also noch in der Bauchspeicheldrüse selbst, aktiv werden, beginnt die Selbstverdauung und damit eine Entzündung des Pankreas, die das Gewebe eben auch dauerhaft schädigen kann.

Auslöser für eine Pankreatitis

Warum aber fällt der Schutzmechanismus, der die vorzeitige Aktivierung der Enzyme noch im Pankreas selbst verhindern soll, eigentlich aus? Es gibt zwar eine ganze Reihe von möglichen Ursachen (wobei einige auch umstritten sind), welche aber im konkreten Fall der Auslöser war, lässt sich leider in den allermeisten Fällen nicht feststellen. Erschwerend kommt hinzu, dass eine Pankreatitis auch eine ganze Reihe anderer Probleme auslösen kann, die z. T. zugleich aber auch selbst Auslöser einer Pankreatitis sein können, sodass in vielen Fällen einfach auch nicht mehr feststellbar ist, was jetzt eigentlich Ursache und was Folge war.

Mögliche Ursachen
  • chronische Darmentzündung (IBD)
  • Erkrankungen von Leber und Galle (Cholangiohepatitis)
  • hormonelle Erkrankungen (z. B. Diabetes mellitus, Schilddrüsenunterfunktion)
  • häufiges Erbrechen (durch den entstehenden Druck kann es zu einer Rückspülung von Gallen- und Pankreassekret in die Bauchspeicheldrüse kommen, wobei auch Darmbakterien aus dem Dünndarm mit „hinauf“ kommen können)
  • Durchblutungsstörungen
  • Traumata
  • sehr fettreiches Futter
  • bestimmte Medikamente (z. B. ist der ganz schlimme Schub bei Slimmy 2018 erst so wirklich schlimm geworden, nachdem sie ein Antibiotikum bekommen hat, von dem bekannt ist, das es – in eher seltenen Fällen – auch eine Pankreatitis auslösen kann; ganz wichtig ist generell, nicht darauf zu vergessen, abzuklären, ob die Katze aktuell ein Medikament bekommt, das eine Pankreatitis auslösen könnte und das gegebenenfalls zur Kontrolle abzusetzen – sofern das möglich ist)
  • Vergiftungen mit bestimmten Insektiziden
  • Infektionskrankheiten (FCoV, FIV, Caliciviren, Toxoplasmose
  • Hyperkalzämie
  • und weil häufig eben auch keine Ursache festgestellt werden kann, werden viele Fälle als idiopathisch eingestuft, was letztlich nichts anderes heißt als: „Wir wissen leider nicht warum…“

Triaditis

Wie schon angesprochen, tritt eine Pankreatitis oft nicht alleine auf und oft ist es auch gar nicht mehr möglich festzustellen, was jetzt eigentlich der ursprüngliche Auslöser für das ganze Problem war. Eine besonders häufige „Kombination“ von entzündlichen Erkrankungen im Verdauungsapparat ist das gleichzeitige Auftreten von Pankreatitis,  Cholangiohepatitis (= Entzündung von Leber und Gallenwegen) und IBD (= inflammatory bowel disease, eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung). Diese Dreierkombination ist so häufig, dass es dafür sogar einen eigenen Namen gibt, nämlich Triaditis, was nichts anderes als dreifache Entzündung bedeutet. Alle drei Erkrankungen führen zu ähnlichen Symptomen, was es auch nicht einfacher macht festzustellen, was jetzt eigentlich Henne und was Ei war. Außerdem ist dann leider oft fraglich, was zum Teufel jetzt gerade die aktuellen Beschwerden auslöst.

Slimmy hat bei dieser Dreierkombination übrigens – natürlich – auch recht laut „hier“ geschrien. Neben der chronischen Pankreatitis leidet sie auch an einer IBD und ihre Leberwerte gehen immer als erstes hoch, wenn sich wieder ein Pankreatitisschub ansagt. Allerdings haben wir die Leber- und Gallenprobleme ansonsten zum Glück mittlerweile in den Griff bekommen. Seit sie Chlorella und Schafgarbentee bekommt, sind die Werte zwischen den Pankreatitisschüben nämlich in Ordnung.

Übrigens kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass gerade bei akuten Pankreatitisschüben auch gerne mal noch weitere Blutwerte aus der Norm fallen. Z. B. waren bei Slimmy 2018 gleich mal die Nierenwerte schlecht, lange bevor der fPLI gestiegen ist. Auch eine ANI (akute Niereninsuffizienz) kann durchaus eine Nebenerscheinung einer Pankreatitis sein, weswegen es auch so wichtig ist, ordentliche Diagnostik zu betreiben, bevor vorschnell eine CNI (chronische Niereninsuffizienz) diagnostiziert wird.

Exokrine Pankreasinsuffizienz

Von einer (exokrinen) Pankreasinsuffizienz sprechen wir, wenn die Bauchspeicheldrüse nicht mehr richtig funktioniert und nicht mehr ausreichend Enyzme produzieren kann. Während also bei einer Pankreatitis – verkürzt gesagt – noch ganz normal und ausreichend Enzyme produziert werden und diese „nur“ an der falschen Stelle zum Einsatz kommen, sprich sie das Organ selbst verdauen, werden bei einer Pankreasinsuffizienz zu wenige Enzyme überhaupt erst gebildet. Hauptursache einer Pankreasinsuffizienz ist eine chronische Pankreatitis, was ja auch durchaus logisch ist. Je mehr das Gewebe geschädigt wird, umso eher kann das Organ irgendwann einfach nicht mehr richtig bzw. gar nicht mehr funktionieren. Eine Pankreasinsuffizienz kann aber auch genetisch bedingt sein (Aplasie, Hypoplasie) oder z. B. durch einen Tumor hervorgerufen werden.

Symptome von Pankreatitis und Pankreasinsuffizienz

Pankreatitis

Das „gemeine“ an einer Pankreatitis ist, dass die Symptome nicht gerade spezifisch sind. Sprich, dieselben Symptome können auch bei zig anderen Erkrankungen auftreten. Dazu kommt, dass die spezifischen Blutwerte in der Regel nicht zur „Standarduntersuchung“ gehören, etwa auch bei sogenannten großen Blutbildern inkl. Organwerten sind die Pankreaswerte in der Regel nicht dabei, sondern müssen zusätzlich geordert werden. Das liegt sicherlich nicht zuletzt daran, dass diese Werte die längste Zeit überhaupt nur in Laboren in den USA geordert werden konnten, es steht aber zu hoffen, das zumindest der fPLI in näherer Zukunft (in allen Laboren) zu den „Standardwerten“ dazukommen wird oder wenigstens die SNAP-Tests (in den Tierarztpraxen) häufiger angewendet werden (zu beiden näheres unten). Daher wird in vielen Fällen eine akute Pankreatitis gar nicht diagnostiziert und entsprechend auch nicht richtig behandelt. Das kann dann wie bei Slimmy dazu führen, dass die Pankreatitis chronisch wird. Auch in der Literatur wird berichtet, dass gerade bei Katzen die richtige Diagnose oft erst gestellt wird, wenn die Pankreatitis bereits chronisch ist, entweder weil die BesitzerInnen überhaupt erst zum Tierarzt/zur Tierärztin gehen, wenn dieselben Symptome immer und immer wieder schubweise auftreten, oder, weil erst dann – endlich – einmal eine ordentliche Diagnostik betrieben wird.

In der Literatur wird auch ausdrücklich betont, dass gerade Katzen – im Gegensatz zu Menschen und Hunden – seltener die „klassischen“ Symptome (deutlich) zeigen, nämlich Erbrechen, Durchfall und extreme (Druck-)Schmerzen. Das führt zusätzlich dazu, dass eine Pankreatitis erst gar nicht erkannt und nicht adäquat behandelt wird. Aus meiner leider langjährigen Erfahrung mit zig akuten Schüben kann ich aber auch sagen, dass die Symptome je nach Schwere des Schubes ganz unterschiedlich sein können. Ich habe mit Slimmy schon alles erlebt, von Schüben, bei denen sie nur ein paar Tage schlechter gefressen und ein-, zweimal gebrochen hat, bis zu Schüben, bei denen sie sich „vor Schmerzen gekrümmt“, im Stundentakt gebrochen und gar nicht mehr gefressen hat. Auch breiigen Kot bzw. Durchfall hat sie keineswegs jedes Mal.

Bandbreite der Symptome

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Druckschmerzen am Bauch
  • Appetitlosigkeit
  • Lustlosigkeit/Zurückziehen
  • Schwäche
  • Austrocknung
  • Gewichtsverlust
  • Probleme am Kisterl
  • schmerzhaftes Reagieren am Rücken, etc.

Beim letzten Punkt werdet Ihr jetzt vielleicht gestockt haben, aber ja, „Rückenschmerzen“ können bei einer Pankreatitis auftreten, denn im Lendenwirbelsäulenbereich liegt der Akupunkturpunkt für die Bauchspeicheldrüse. Bei Slimmy ist das z. B. immer ganz eindeutig. Sie hat zwar auch eine leichte Spondylose, aber so richtig heftig reagiert sie in diesem Bereich auf Berührungen/Druck/Akupunkturnadeln immer nur während eines akuten Schubes.

Auch der Punkt „Probleme auf dem Kisterl“ ist nicht zu unterschätzen, gerade weil er oft dazu führt (wie es auch bei uns sicherlich mehrfach der Fall war), dass statt einer Pankreatitis fälschlicherweise eine Blasenentzündung diagnostiziert wird. Das „Bauchweh“ bei einer Pankreatitis kann aber eben auch dazu führen, dass die Katze häufig aufs Kisterl rennt, versucht etwas zu machen, dann aber nichts kommt. Darum ist es auch – man kann es gar nicht oft genug betonen – so wichtig, dass eine vermeintliche Blasenentzündung ordentlich diagnostiziert und nicht einfach so auf Verdacht behandelt wird.

Pankreasinsuffizienz

Die „klassischen“ Symptome einer Pankreasinsuffizienz zeigen sich erst, wenn die Funktion des Pankreas bereits weitgehend eingestellt ist (also schon große Schäden am Organ vorliegen, die Literatur spricht von ca. 90% Funktionsverlust). Da nicht mehr genügend Enzyme gebildet werden können, die für die Verdauung notwendig sind, zeigt sich dies typischerweise am Kot. Weil auch nicht mehr ausreichend Nährstoffe aus der Nahrung aufgenommen werden können, kommt es zur Unterversorgung, die in der Folge zu entsprechenden Mangelerscheinungen führt, und zu Gewichtsverlust (auch wenn eigentlich „normale“ Mengen gefressen werden). In weiterer Folge kann die Katze auch (wiederum) sekundären Diabetes mellitus entwickeln.

Diagnostik

Gerade weil die Symptome oftmals so schwammig sind und auf viele verschiedene Probleme hindeuten können, bzw. gerade weil eine Pankreatitis oft nicht alleine auftritt, ist es so wichtig, ordentliche Diagnostik zu betreiben und nicht einfach auf Verdacht hin auf „irgendwas“ zu behandeln. Das geschieht aber meiner Erfahrung nach leider sehr häufig. Das habe ich nicht nur selbst so mit Slimmy erlebt, sondern leider auch bei zig anderen Katzen mitverfolgen müssen. Daher ist es ganz wichtig, sich nicht mit Sprüchen à la „Die Blutwerte sind eh alle ok“, oder „Da probieren wir jetzt mal ein Antibiotikum“ abspeisen zu lassen, sondern auf einer ordentlichen Diagnostik zu bestehen. Das beginnt schon damit, dass man sich die Blutwerte immer unbedingt geben lassen sollte, um nachzusehen, welche Blutwerte überhaupt genommen wurden!

Blutwerte

Blutuntersuchung generell

Natürlich macht es Sinn, nicht nur die spezifischen Pankreaswerte bestimmen zu lassen, sondern grundsätzlich ein großes Blutbild inkl. Organwerte machen zu lassen, gerade auch, weil eine Pankreatitis ähnliche Symptome wie diverse andere Erkrankungen hervorrufen kann und weil eine Pankreatitis häufig nicht alleine kommt. Im Zusammenhang mit einer Pankreatitis können auch diverse andere Werte steigen. Z. B. beschreibt Dr. Jörg Steiner, dass „das Blutbild […] bei etwa 30% der Tiere eine Leukozytose [zeigt], aber bei 15% der Tiere eine Leukopenie. Die häufigsten Befunde bei Katzen mit Pankreatitis sind eine Erhöhung der ALT Aktivität bei 68% von 40 Katzen mit einer schwergradigen Pankreatitis. Hyperbilirubinämie, Hyperglykämie und Hypercholesterinämie wurden bei 64%, Azotämie bei 57%, Hypokalämie bei 56%, eine Erhöhung der alkalischen Phosphatase bei 50% und eine Hypoalbuminämie bei 24% dieser Patienten beschrieben.“ Eine tolle, sehr übersichtliche Tabelle mit diversen möglicherweise auffälligen Blutwerten inklusive Erklärungen, warum diese Werte aus der Referenz fallen können, findet sich bei NELSON/COUTO, Innere Medizin der Kleintiere, S. 606-607. Da sicherlich nicht jede/r das Buch zuhause hat, habe ich diese Tabelle hier verlinkt.

Lipase und Amylase

Wenn im hauseigenen Labor getestet wird, bekommt man meiner Erfahrung/Kenntnis nach immer „nur“ den Lipasewert, während zur Bestimmung des fPLI Blut in ein externes Labor eingeschickt werden muss. (Wie bereits erwähnt musste das Blut bis vor ein paar Jahren für die Bestimmung des fPLI sogar in die USA geschickt werden, erst seit vergleichsweise kurzer Zeit wird diese Untersuchung auch in einigen Laboren hierzulande gemacht.) Sowohl Lipase als auch Amylase sind aber leider – wie Labore wie Laboklin und Idexx selbst betonen – weniger aussagekräftig, weil es sich nicht um pankreasspezifische Enzyme handelt, sondern sie auch z. B. im Darm, der Leber oder den Speicheldrüsen vorkommen. Die Werte können daher auch z. B. bei Leber- oder Nierenerkrankungen, bei Darmerkrankungen etc. erhöht sein, ohne dass eine Pankreatitis vorliegt, bzw. müssen die Werte auch bei einer bestehenden Pankreatitis nicht außerhalb der Referenz liegen.

fPLI (feline pankreatische Lipase Immunreaktivität)

Als wesentlich zuverlässiger für die Feststellung einer Pankreatitis gilt der fPLI, weil die Pankreaslipase nur in den Azinuszellen des Pankreas nachgewiesen werden kann, sprich, diese spezifische Form der Lipase kann von nirgendwo anders als von der Bauchspeicheldrüse kommen. Wenn während einer Pankreatitis diese Azinuszellen zerstört werden, gelangen sie in entsprechend höherer Menge ins Blut und können entsprechend nachgewiesen werden. Laut Laboklin ist der Test bei Katzen „zu 91% spezifisch und zu 67% sensitiv“.

Das heißt aber eben auch, dass leider nicht jede Pankreatitis auch wirklich mit diesem Test nachgewiesen werden kann. Gerade mit Slimmy habe ich schon zigfach die Erfahrung gemacht, dass der fPLI sehr spät (überhaupt) angeschlagen hat. Bei chronischer Pankreatitis wird ein erhöhter fPLI von TierärztInnen übrigens üblicherweise nicht besonders ernst genommen, da ohnehin eine chronische Entzündung besteht. Bei Slimmy habe ich aber im Lauf der Jahre deutliche Schwankungen festgestellt, die durchaus nicht immer mit den jeweiligen Symptomen in Einklang zu bringen sind. Einerseits hatten wir schon wirklich schlimme Schübe, bei denen der fPLI nur moderat erhöht war. Andererseits war der fPLI bei reinen Routinekontrollen teilweise (trotz chronischer Pankreatitis) in der Referenz, bei anderen Gelegenheiten hingegen sogar deutlich erhöht, ohne dass Slimmy Symptome gezeigt hätte. Sie scheint da übrigens auch durchaus keine Ausnahme zu sein. Ich kenne z. B. auch einige andere Fälle, bei denen der fPLI immer extrem erhöht war, ohne dass diese Katzen überhaupt jemals Symptome gezeigt haben.

Und weil man es nicht oft genug betonen kann: Der fPLI gehört in den allermeisten Fällen nicht zu den Werten, die in Tierarztpraxen „standardmäßig“ genommen werden – gerade eben, weil er gesondert in einem externen Labor geordert werden muss und auch nicht gerade billig ist. Es liegt also leider an uns als PatientenbesitzerInnen selbst, zu überpüfen, ob der fPLI bei den ermittelten Werten dabei war und im Zweifelsfall darauf zu bestehen, dass auch der fPLI bestimmt wird.

fPLI Schnelltest – SNAP fPLI

Als schnelle „Alternative“ wird in Tierarztpraxen in letzter Zeit häufiger ein Schnelltest verwendet. Den kann man sich wie einen Schwangerschafts- oder einen Corona-Wohnzimmertest vorstellen. Er zeigt also nach ca. 10 Minuten „unauffällig“ oder „auffällig“ an. Ein solcher Schnelltest ersetzt keineswegs den „klassischen“ fPLI, er kann aber zumindest einmal einen Anhaltspunkt liefern, ob die Pankreaslipase erhöht ist. Der große Vorteil: Der Test ist schnell und günstig und kann in jeder Tierarztpraxis durchgeführt werden. Der Nachteil: Auch er ist – natürlich – bei weitem nicht 100% sicher und zeigt eben nur generell eine Erhöhung oder Nichterhöhung an.

fTLI (feline Trypsin-like-Immunreaktivität)

Der fTLI ist der wesentliche Blutwert zur Bestimmung einer Pankreasinsuffizienz. Dabei wird im Serum das Trypsin und seine inaktive Vorstufe Trypsinogen gesucht. Bei einer Pankreasinsuffizienz sind diese Werte deutlich erniedrigt, weil das Organ eben nicht mehr ordentlich arbeiten und diese nicht mehr in ausreichender Menge produzieren kann. Deutlich erhöhte Werte können aber auch auf eine Pankreatitis oder eine Niereninsuffizienz hinweisen.

Wichtig ist allerdings auch zu wissen, dass laut Laboklin „die Sensitivität und Spezifität des TLI beim Hund […] bei annähernd 100% [liegen].“ Hingegen ist bei Katzen “ die Sensitivität der TLI nicht bekannt, die Spezifität liegt bei 85-100 %.“ Außerdem ist ein einmalig erniedrigter fTLI noch kein Nachweis einer Pankreasinsuffizienz, sondern der Wert muss nach einigen Wochen nachkontrolliert werden.

Des Weiteren lese ich online immer wieder Diskussionen darüber, bei welchen dieser Werte die Katzen nüchtern gewesen sein müssen (also mindestens 8, besser 12 Stunden nichts gefressen haben dürfen), damit das Ergebnis nicht verfälscht ist. Dazu ist zu betonen, dass auf allen mir bekannten einschlägigen Seiten von Laboren (und in der mir bekannten Literatur) eine entsprechende Warnung immer nur zum fTLI (sowie Folsäure und Vitamin B12) erfolgt, nie jedoch in Bezug auf den fPLI. Auch wurde ich zur Bestimmung/Kontrolle des fPLI noch in keiner einzigen Tierarztpraxis (und wir waren diesbezüglich nicht nur in einer) danach gefragt, ob Slimmy nüchtern sei. Vor der Blutabnahme für den fTLI wurde ich hingegen jedes Mal darauf hingewiesen, dass Slimmy unbedingt nüchtern kommen müsse!

Folsäure und Vitamin B12

Wie bei Laboklin sehr gut erklärt wird, kann es bei einer Pankreasinsuffizienz schnell zu einem Vitamin-B12-Mangel kommen, weil „nicht genügend intrinsischer Faktor gebildet [wird], so dass die Resorption von Vitamin B12 im Ileum reduziert ist. Viele intestinale Bakterien verstoffwechseln ihrerseits Vitamin B12, was den Mangelzustand noch verstärkt.“ Auch Folsäure kann möglicherweise nicht mehr richtig aufgenommen werden, sodass ein Mangel entsteht. Allerdings kann „bei einer Über- oder Fehlbesiedelung des Dünndarms […] aber auch ein Überschuss an Folsäure entstehen, da intestinale Bakterien Folsäure synthetisieren können.“  Daher kann es bei einer Pankreasinsuffizienz „leicht zu einem Vitamin-B12-Mangel und erhöhter Folsäure im Serum“ kommen. Aber auch im Zuge einer Dysbiose (= Fehlbesiedelung des Darms) die gerne einmal in Folge etwa einer Pankreatitis auftreten kann, kann es zu erhöhten oder erniedrigten Werten kommen. Es macht auf alle Fälle Sinn, diese Werte bestimmen zu lassen, um nötigenfalls auch supplementieren zu können.

Ultraschall

Veränderungen des Pankreas zeigen sich im Ultraschall. Zumindest, wenn das Gerät auf einem halbwegs modernem Stand ist und der Tierarzt/die Tierärztin entsprechende Erfahrung hat. Das betone ich deswegen so deutlich, weil ich – wieder einmal – selbst die Erfahrung gemacht habe, dass bei Weitem nicht jede/r entsprechende Veränderungen sieht. Bei Simmy haben mehrere Tierärztinnen über einen langen Zeitraum und bei zig Gelegenheiten nie irgendwas gesehen. Dann wurde sie von einem auf Sonographie spezialisierten Internisten untersucht – und der hat sofort entsprechende Veränderungen entdeckt. Das soll jetzt noch nicht einmal ein Vorwurf an die anderen Tierärztinnen sein. Niemand kann auf alles gleichermaßen spezialisiert sein und es macht halt einen Unterschied, ob ich zwischendurch auch mal einen Ultraschall mache, oder ob ich praktisch den ganzen Tag nichts anderes mache, als selbst Tiere zu schallen bzw. KollegInnen in Weiterbildungen entsprechend zu schulen. Trotzdem mein Tipp: Im Zweifelsfall wirklich nur einer Spezialistin/einem Spezialisten glauben, dass da „nichts zu sehen“ ist. Außerdem ist es natürlich wichtig, dass nicht nur das Pankreas selbst, sondern auch die anderen Organe überprüft werden, denn – eh schon wissen – eine Pankreatitis kommt oft nicht allein.

Kotuntersuchung

In der Literatur wird betont, dass die Kontrolle der Nahrungsausnutzung per Kotuntersuchung (Details im verlinkten Beitrag) nicht ausreichend ist, um zweifelsfrei eine Pankreasinsuffizienz zu diagnostizieren, da die Ursache auch in anderen Problemen des Verdauungsapparats liegen kann. Meiner Meinung nach macht es aber, gerade bei einer schon länger bestehenden chronischen Pankreatitis, auf alle Fälle Sinn, kontrollieren zu lassen, ob die Nahrung überhaupt noch richtig verwertet werden kann, um gegebenenfalls eingreifen zu können. Bei Slimmy z. B. haben wir diese „Baustelle“ durch Papayablatttee bzw. -pulver super in den Griff bekommen – und sicherlich nicht zuletzt deshalb konnte sie ihr Gewicht über all die Jahre sehr gut halten, was bei Pankreatitiskatzen keineswegs selbstverständlich ist (und entsprechend in den Tierarztpraxen bei jedem Wiegen wieder besonders gefeiert wird(;).

Gerade bei (langwierigem) Durchfall, breiigem oder „auffälligem“ Kot empfiehlt es sich auch, die Darmflora testen zu lassen, um festzustellen, ob (bereits) eine Dysbiose vorliegt.

Weitere Untersuchungen

Röntgen

In der Literatur wird betont, dass sich eine Pankreatitis zwar nicht eindeutig (und schon gar nicht alleine) per Röntgen feststellen lässt, Röntgenaufnahmen allerdings trotzdem sinnvoll sind, gerade um auch diverse andere Differentialdiagnosen auszuschließen.

CT und MRT

CT und MRT werden bei der Diagnostik einer Pankreatitis/Pankreasinsuffizienz so gut wie gar nie eingesetzt, vermutlich schon deshalb, weil nur wenige Tierklinken überhaupt über die entsprechenden Geräte verfügen und die Untersuchungen teuer sind. Außerdem wird wohl so gut wie keine Katze freiwillig entsprechend lang vollkommen ruhig in so einem Ding liegen bleiben – es bräuchte also eine Narkose, die gerade bei ohnehin schon kranken Katzen ja auch nicht „ohne“ ist.

Gewebeuntersuchungen

Auch Gewebeuntersuchungen werden nur in sehr seltenen Fällen vorgenommen, alleine schon, weil die Entnahme wiederum in Narkose erfolgt. Außerdem besteht das Problem, dass die Entzündung sehr lokal beschränkt sein kann, es müssten also (sehr) viele Proben entnommen werden, um eine Pankreatitis definitiv zu bestätigen bzw. auszuschließen.

Behandlung

akute Pankreatitis bzw. akuter Pankreatitisschub

Online lese ich immer wieder, dass bei Katzen, bei denen eine Pankreatitis festgestellt wurde, ohne Differenzierung erklärt wird, dass „eine Pankreatititskatze“ unbedingt stationär in eine Tierklinik/Tierarztpraxis gehört. Aus eigener jahrelanger Erfahrung kann ich aber sagen, dass es bei einer akuten Pankreatitis bzw. einem akuten Schub bei bestehender chronischer Pankreatitis ganz auf die Symptome bzw. die Schwere des jeweiligen Schubes ankommt, wie behandelt werden muss.

Am Beispiel Slimmys

Da Slimmy und ich in den letzten nunmehr schon acht Jahren wirklich schon jede Art von Schub (von ganz leicht bis ganz, ganz schwer) durch haben, will ich einmal beispielshaft beschreiben, wie ich vorgehe. Wichtig: Das ist nicht als „Nachmach-Bedienungsanleitung“ gedacht, sondern nur (!) zur Verdeutlichung, wie unterschiedlich die Behandlung je nach Schweregrad bzw. Symptomen sein kann! Ich gehe – mittlerweile (!) – so vor, weil ich meine Katze sehr gut kenne und nach zig Jahren und zig Schüben (leider) inzwischen sehr gut einschätzen kann, was sie wann braucht.

Leichte Schübe

Wenn Slimmy einen leichten Schub hat, also etwas schlechter frisst, etwas Probleme beim Kotabsatz hat (da braucht sie dann oft mehr als einen Anlauf, bis der Kot wirklich rauskommt, auch wenn er eigentlich eine ganz normale Konsistenz hat) und alle paar Tage einmal erbrechen muss, ansonsten aber fit und normal wirkt, gebe ich ihr Ulmenrinde und/oder Heilerde und Nux vomica und achte besonders darauf, dass sie in regelmäßigen Abständen kleine Portionen frisst. Falls das nicht ausreicht, bekommt sie stattdessen die Medikamente (gegen Übersäuerung und Übelkeit sowie Magenschutz), die sie erfahrungsgemäß in der Tierarztpraxis auch bekommen würde (ja, das sind immer dieselben und ja, die haben wir auch selbst immer in Slimmys Medikamentenschrank). Wenn auch das nicht anschlägt oder sich ihr Befinden verschlechtert geht’s ab in die Tierarztpraxis.

Mittlere Schübe

Wenn Slimmy einen schwereren Schub hat, also mehrfach täglich erbricht (und nicht auf die entsprechenden Mittel reagiert), kaum fressen will, „verkrampft“ dasitzt/liegt, nicht mehr richtig spielen mag etc., dann geht’s direkt in die Tierarztpraxis, damit sie durchgecheckt wird (um auch andere Ursachen auszuschließen bzw. neben den Pankreas- auch die anderen Organwerte kontrollieren zu lassen) und eine Infusion und Cerenia (gespritzt) bekommt. (Die anderen Medis haben wir wie erwähnt ohnehin zuhause, die bekommt sie dann meistens dort nicht mehr extra.)  Je nach Schwere des Schubes sind auch mehrfache entsprechende Besuche in der Tierarztpraxis nötig.

Schwere Schübe

Eine stationäre Aufnahme mit Dauertropf, Assistenzfütterung und Co. war bei Slimmy zum Glück in all den Jahren erst zweimal nötig. Ab einem gewissen Grad geht es aber einfach nicht mehr anders. Ich weiß, dass viele sich davor fürchten, die Katze stationär „zurückzulassen“, u. a. auch aus Sorge, wie stressig das für das Tier ist. Da muss man aber auch abwägen, wie stressig es ist, alle 1-2 Tage wieder in die Tierarztpraxis „geschleppt“ zu werden… Auch darf man nicht unterschätzen, wie wichtig eine aggressive Flüssigkeitstherapie gerade bei schweren Schüben ist und wie schwierig und stressig es (für Mensch und Tier) werden kann, gefühlt ständig versuchen zu müssen, entweder Medikamente oder Futter in die Katze zu bekommen.

Zusammenfassung

Da in den allermeisten Fällen die Ursache einer Pankreatitis nicht geklärt werden kann (und daher auch nicht direkt dort angesetzt werden kann), wird üblicherweise symptomatisch behandelt.  Die „klassische“ Behandlung einer Pankreatitis umfasst

  • Flüssigkeitstherapie (per Dauertropf oder subkutanen Infusionen),
  • Schmerzmittel (Achtung, bei Weitem nicht jedes Schmerzmittel ist geeignet, siehe unten)
  • Mittel gegen Erbrechen/Übelkeit,
  • Säureblocker und
  • Magenschutz.

Die Gabe von Antibiotika ist umstritten (siehe unten). Was die jeweilige Katze (in welcher Form) tatsächlich braucht, ist individuell unterschiedlich und von den jeweiligen Symptomen abhängig.

Häufig auftauchende Fragen

In Folge will ich auf einige Punkte eingehen, die erfahrungsgemäß häufig Fragen aufwerfen.

Schmerzmittel

In Bezug auf Schmerzmittel kann die Behandlung zwischen zwei Extremmeinungen schwanken: Die einen TierärztInnen geben am liebsten gar keine Schmerzmittel, die anderen sind viel zu unvorsichtig bei der Schmerzbehandlung – was sich vor allem auf die Gabe der falschen Schmerzmittel bezieht. Es kommen mehrere Probleme zusammen: Zum einen sind Katzen bekanntlich Meister im Verbergen von Schmerzen. Nur weil eine Katze keine Schmerzen zeigt, heißt das also noch lange nicht, dass sie wirklich keine hat. Vorsichtige TierärztInnen geben dann keine Schmerzmittel, obwohl die Katze eigentlich welche bräuchte. Andere gehen davon aus, dass die Katze in jedem Fall Schmerzen haben wird und geben (immer) Schmerzmittel, nur leider dann – nach meiner Erfahrung – gerne auch mal die falschen. Bei Pankreatitiskatzen ist nämlich so ziemlich alles außer Opiaten und Novalgin kontraindiziert!  Weitläufig bekannte Schmerzmittel wie Metacam oder Onsior machen die Sache (bei längerfristiger Gabe, die aber nötig wäre) nur noch schlimmer statt zu helfen! Novalgin hilft aber leider nicht immer und Opiate setzen viele TierärztInnen aus unterschiedlichen Gründen ungern ein.

Bei Katzen mit chronischer Pankreatitis ist dieser eingeschränkte Pool an Schmerzmitteln doppelt problematisch, weil „normale“ Schmerzmittel ja nicht nur nicht während akuter Schübe, sondern generell nicht gegeben werden sollen. Gerade mit zunehmendem Alter kann das dann aber schwierig werden, etwa wenn nur z. B. wie bei Slimmy Arthrose ein Thema wird. In solchen Fällen kann man aber eben nicht einfach mal eine Zeitlang Metacam oder Onsior geben, weil das wieder einen akuten Schub auslösen kann. Es lohnt sich also, nach Alternativen zu suchen. Bei Slimmy haben sich etwa Osteopathie und Akupunktur zur Schmerzbekämpfung (sowohl bei akuten Schüben als auch bei anderweitig bedingten Schmerzen) bewährt.

Antibiotika

Wie sinnvoll die Gabe von Antibiotika ist, ist heftig umstritten. Um Dr. Jörg Steiner (aus dem Jahr 2010) zu zitieren: „Der Nutzen der Antibiose, die von vielen Autoren empfohlen wird, ist durchaus fraglich. Es liegen keinerlei Studien vor, die einen günstigen Einfluss der Antibiose bei Pankreatitis bei der Katze aufzeigen. Auf der anderen Seite ist eine für den Patienten schädliche Verschiebung der Keimflora zugunsten von Keimen mit Multiresistenz möglich. Ausserdem (sic) muss bedacht werden, dass im Gegensatz zum Menschen, wo infektiöse Komplikationen einer Pankreatitis häufig vorkommen, diese bei der Katze äußerst selten sind.“ Neuere Studien sind mit Hilfe moderner Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierungstechniken (FISH) allerdings zu dem Ergebnis gekommen, das doch in mehr Fällen als gedacht, nämlich bei ca. 35 % der Katzen, Bakterien im Pankreas zu finden sind. Ob die eigene Katze im aktuellen Fall zu diesen 35 % gehört, bleibt in den allermeisten Fällen jedoch fraglich, oder anders gesagt, ein Antibiotikum wird in den allermeisten Fällen, wenn es denn gegeben wird, auf bloßen Verdacht gegeben. Denn in welcher Tierarztpraxis wird schon eine FISH durchgeführt/kann diese durchgeführt werden bzw. wie viele TierärztInnen entnehmen schon eine Probe (wir reden hier ja nicht von einer Urin- bzw. Kotprobe oder einem Abstrich!), die für die Erstellung eines Antibiogramms notwendig wäre, um festzustellen, welche Bakterien im Spiel sind und welches Antibiotikum entsprechend sinnvoll wäre?

Enzyme

Wenn der Körper selbst (Stichwort Pankreasinsuffizienz) nicht mehr genügend Enzyme produzieren kann, um die Nahrung richtig aufzuspalten und entsprechend verwerten zu können, ist klar, dass diese „von außen“ zugeführt werden müssen.

Oftmals werden Enzyme aber auch zur Behandlung einer akuten Pankreatitis empfohlen, um das Pankreas „zu entlasten“. Allerdings wird der Körper ja nicht durch die Produktion der Enzyme – die ja ganz normal funktioniert – „belastet“, sondern dadurch, dass diese an der falschen Stelle aktiv werden und anfangen, das Organ selbst zu verdauen. Durch die Gabe von Enzymen wird der Körper also erst einmal nicht ent-, sondern weiter belastet, indem noch größere Mengen dessen, was die Entzündung auslöst, zugeführt werden! Mit der Zeit wird der Organismus sich dann anpassen, sprich selbst weniger Enzyme produzieren – und wenn man Pech hat, kommt die Produktion nach Absetzung der Enzyme dann nicht mehr richtig in Gang…

Wiederum anders sieht es bei einer chronischen Pankreatitis aus. Wenn, wie im Fall von Slimmy (durch eine Kotuntersuchung) klar ist, dass die Nahrungsauswertung nicht mehr richtig funktioniert, ist es natürlich sinnvoll, das „von außen“ auszugleichen, was bei uns mit Papayablatttee bzw. -pulver sehr gut funktioniert.

Dauertropf oder subkutane Infusionen

Zunächst einmal zur Klärung des Unterschieds: Bei einem Dauertropf wird ein intravenöser Zugang gelegt, über den die Infusion über einen längeren Zeitraum (immer wieder über mehrere Stunden hinweg oder überhaupt mehrere Tage am Stück) gegeben wird. Eine subkutane Infusion erfolgt, wie der Name schon sagt, unter die Haut. Dabei wird üblicherweise einige Minuten lang die Infusionslösung unter die Haut „geleitet“, wo sich dann eine charakteristischer „Ausbeulung“ bildet.

Ob die Katze an den Dauertropf muss oder subkutane Infusionen alle 1-2 Tage ausreichen, hängt vom Zustand der Katze ab. Unabhängig davon, dass eine „Dauertropftherapie“ zuhause schon aus praktischen Gründen kaum möglich ist, müssen auf alle Fälle auch die Elektrolytwerte im Serum regelmäßig kontrolliert werden.

Eine entsprechende Flüssigkeitstherapie ist auf keinen Fall nur bei sich erbrechenden Katzen notwendig! Es darf auch nicht vergessen werden, dass Katzen ihren Flüssigkeitsbedarf zum Großteil über die Nahrung abdecken, wenn sie also wenig fressen, fehlt ihnen auch schnell genügend Flüssigkeit. Außerdem werden durch die Infusionen auch Elektrolytimbalancen ausgeglichen und die Durchblutung der Bauchspeicheldrüse verbessert, was sehr wichtig ist, um weitere Komplikationen zu verhindern.

Fütterung

Welches Futter?

Ganz häufig liest man von der berühmt-berüchtigten „5%-Fett-Regel“ (natürlich bezogen auf Nassfutter). Allerdings ist das lediglich ein Richtwert, manche Katzen vertragen mehr, manche weniger Fett. Insgesamt sollte man natürlich auf eher fettarme Ernährung achten, letztlich kommt es aber immer darauf auf, was die individuelle Katze tatsächlich verträgt. Das muss auch nicht nur am Fettgehalt liegen. Z. B. hat Slimmy auf extrem fettarmes Futter schon mit massivem Durchfall reagiert, während sie Futter mit höherem Fettanteil einwandfrei vertragen hat.

Häufig heißt es auch lapidar „gibt dem Tier was es will, egal was, Hauptsache es wird überhaupt etwas gefressen“. Das sehe ich etwas differenzierter, vielleicht auch, weil Slimmy so viel überhaupt nicht verträgt. Aber mal ganz ehrlich und rational überlegt: Was bringt es mir, wenn die Katze heute ein bisschen frisst, das ihr nicht gut tut/das sie nicht verträgt und es ihr dadurch am nächsten Tag nur noch schlechter geht, sodass sie dann erst recht nicht mehr fressen will/kann?

Slimmy ist übrigens bei Weitem nicht die einzige Katze, die im Zuge einer chronischen Pankreatitis eine Nahrungsunverträglichkeit entwickelt hat. Gerade wenn die Kotkonsistenz sich längerfristig nicht in den Griff bekommen lässt (und andere Ursachen wie Dysbiose schon ausgeschlossen wurden), ist es durchaus sinnvoll, auch eine Ausschlussdiät zu machen.

Tipps zur Fütterung

Wenn der Katze während einer akuten Pankreatitis/eines akuten Schubes einfach „kotzübel“ ist, ist es natürlich schwer, überhaupt genügend Futter in das Tier „reinzubringen“. Einerseits braucht es dann Mittel gegen die Übelkeit, andererseits können diverse Tricks helfen:

  • Die meisten Katzen fangen (selbst wenn ihnen schlecht ist) direkt nach dem Aufwachen automatisch an zu fressen. D. h., wenn die kranke Katze irgendwo liegt und schläft, einmal probieren ihr ein Tellerchen direkt unter die Nase zu halten – oder nach meiner Erfahrung noch besser, ihr auf dem Finger etwas Futter direkt vors Mäulchen zu halten.
  • Slimmy frisst in solchen Phasen übrigens generell viel eher direkt vom Finger. Das mögen jetzt einige „grauslig“ finden – mir ist es egal, Hauptsache sie frisst überhaupt.
  • Bei Übelkeit fressen Katzen meistens auch eher, wenn sie sich nicht vor- bzw. hinunterbeugen müssen, wodurch ihnen noch schlechter wird. Es lohnt sich durchaus zu versuchen, den Futternapf erhöht hinzustellen (bzw. zu halten(; ).
  • Slimmy frisst dann auffälligerweise auch immer viel eher, wenn sie nur ganz kleine Minihäppchen direkt vor sich hat. Funktioniert vielleicht auch bei anderen.
  • Auch Toppings aus z. B. Trockenfutterbrösel/Trockenfleischbrösel etc. können helfen, damit eher gefressen wird.

Generell gilt, dass es besser ist, wenn viele kleine Portionen über den Tag verteilt gefressen werden, weil das die Verdauung insgesamt entlastet. Umso wichtiger ist dies während einer akuten Pankreatitis/einem akuten Schub. Es empfiehlt sich also, der Katze alle 2-3 Stunden mal etwas zu fressen anzubieten. Dabei ist es – das kann ich wirklich aus eigener Erfahrung berichten – ein schmaler Grad zwischen „immer wieder anbieten“ und die Katze nicht zu sehr zu bedrängen. Denn wenn man sie in seiner Verzweiflung zu sehr unter Druck setzt (auch wenn man das natürlich nicht absichtlich/bewusst macht), kann es sein, dass die Katze erst recht nicht mehr fressen will.

Achtung: Bei Hunden wird in den ersten Tagen einer akuten Pankreatitis oft gar kein Futter gegeben. Das ist bei Katzen jedoch völlig kontraindiziert, im Gegenteil, bei Katzen ist unbedingt darauf zu achten, dass sie fressen, da die Gefahr einer hepatischen Lipidose viel zu hoch ist!

„Fütterungstagebuch“

Ein Tipp: Oft hat man das Gefühl, die Katze würde „gar nichts“ fressen, weil sie immer nur ein paar Bissen nimmt bzw. gefühlt nur über das Futter drüberschleckt. Dieser subjektive Eindruck kann aber wirklich täuschen. Da ist es sehr hilfreich, wenn man die Portion vorher und nachher abwiegt und sich die Differenz notiert. „Ein paar Bissen“ erweisen sich dann doch oftmals schnell als 10 Gramm +. Das ist natürlich nicht viel, aber auch nicht nichts, vor allem, wenn man die Katze alle paar Stunden dazu bringt, wenigstens soviel zu fressen. Übrigens: Es nutzt auch nichts, sich selbst mit der Erwartung unter Druck zu setzen, dass die Katze halbwegs normale Portionen fressen soll. Neulich habe ich z. B. eine Besitzerin erlebt, die völlig verzweifelt war, weil die Katze gerade wieder „nur“ ca. 30 Gramm gefressen hat. Klar, wenn man gewohnt ist, dass die Katze sonst viel mehr am Stück frisst, ist das wenig – z. B. für Slimmy ist das selbst wenn es ihr wirklich gut geht schon eine ungewöhnlich große Portion. 

„Päppelmittel“

Zur Unterstützung von kranken Katzen, die nicht (mehr) ausreichend fressen, gibt es auch diverse „Päppelmittel“, die das Tier schon einmal mit Energie und wichtigen Nährstoffen versorgen und so die fehlende „ordentliche“ Futteraufnahme abfedern sollen. Zur alleinigen Fütterung sind sie allerdings (meist) nicht gedacht und ihr Einsatz sollte auch mit der Tierärztin/dem Tierarzt abgesprochen werden. Außerdem: Achtung bei Allergikern! (Slimmy z. B. verträgt überhaupt nichts davon.) Bekannte Mittel sind z. B.: ReConvales Paste, ReConvales Tonicum, ReConvales Energy. oder RecoActiv.

Appetitanregende Mittel

Die oben genannten Mittel sollen auch appetitanregend wirken, außerdem gibt es einige Medikamente, die zu diesem Zwecke eingesetzt werden. Häufig kommt z. B. Mirtazapin zum Einsatz. Das ist eigentlich ein Antidepressivum, zu den häufigsten Nebenwirkungen gehört allerdings verstärkter Appetit und Gewichtszunahme. Im Zweifelsfall kann man die Tierärztin/den Tierarzt auch um so ein Mittel bitten. Allerdings wirken sie nicht in jedem Fall und nicht jede Katze verträgt diese Mittel auch.

Cerenia – Der „Klassiker“ gegen Erbrechen

Immer wieder lese ich derartige Berichte: „Gestern waren wir beim Tierarzt, da hat die Katze irgendwas gespritzt bekommen. Dann war es erst einmal gut, aber heute geht die Kotzerei wieder los!“ Auf Nachfrage stellt sich dann meistens heraus, dass das was da gespritzt wurde Cerenia war. Dabei handelt es sich um ein Mittel, das das Brechzentrum im Gehirn blockiert und ca. 24 Stunden lang wirkt. Wenn die Katze danach wieder anfängt zu brechen, ist das leider wenig verwunderlich – das Zeug wirkt einfach nicht länger.

Cerenia gibt es entweder als Injektionslösung, die unter die Haut gespritzt wird, oder als Tabletten. Nach meiner Erfahrung (die sich mit Erfahrungsberichten anderer – inkl. Aussagen von TierärztInnen – deckt), wirken die Tabletten schlechter als die Injektionslösung.

Wird Cerenia „pur“ gespritzt, brennt das leider ordentlich (Slimmy hat mich sogar einmal beim Cereniaspritzen reflexartig ins Handgelenk gebissen). Unter den TierärztInnen gibt es zwei Fraktionen: Die einen spritzen es nie direkt, sondern nur verdünnt bzw. über die Infusion, damit es nicht brennt, die anderen spritzen es nur pur, weil es sonst nicht ordentlich wirke (was die andere Fraktion – natürlich – verneint). Ich habe mehrere VertreterInnen beider Ansichten erlebt und jede/r konnte mir Studien zitieren, aus der Praxis berichten etc. Unterm Strich hat Slimmy Cerenia schon zigfach in beiden Varianten bekommen. Fast immer hat es so oder so „funktioniert“. In den einzigen beiden Fälle, in denen Cerenia nicht gewirkt hat, wurde es „verdünnt“ gespritzt – allerdings war das auch bei ihren beiden bislang schlimmsten Schüben. Ob es „pur“ da besser genutzt hätte, ist halt auch fraglich.

Blutwerte nachbestellen

Da der fPLI in den allermeisten Fällen bei den Organprofilen nicht (automatisch) dabei ist und viele TierärztInnen leider das Pankreas noch immer nicht gleich „auf dem Schirm“ haben, ist es oftmals notwendig, den fPLI nachzuordern. Dafür ist es wichtig zu wissen, dass Labore die eingelangten Proben üblicherweise ein paar Tage aufbewahren. Wenn man sich rechtzeitig meldet, ist es also meisten möglich, noch weitere Werte nachzuordern, ohne dass der Katze extra noch einmal Blut abgenommen werden muss! (Der TLI kann natürlich nicht so einfach nachgeordert werden, weil die Katze da ja bei der Abnahme hätte nüchtern gewesen sein müssen.)

chronische Pankreatitis

Das A und O bei einer chronischen Pankreatitis ist es, zu schaffen, dass möglichst viel Zeit zwischen den einzelnen Schüben vergeht.

Grundsätzlich gilt für alle betroffenen Katzen:

  • darauf schauen, dass möglichst regelmäßig kleinere Portionen gut verträgliches, leicht verdauliches Futter gefressen werden
  • so wenig Stress wie möglich, denn Stress als Auslöser eines neuen Schubes darf wirklich nicht unterschätzt werden
  • auch Schmerzen können Stress und damit einen neuen Schub auslösen, ein Schub kann also auch auf eine Verletzung, auf Arthroseschübe etc. folgen
  • nicht nur die Pankreaswerte regelmäßig routinemäßig kontrollieren lassen, sondern auch die anderen Organwerte, weil – wie schon mehrfach erwähnt – die betroffenen Katzen auch weitere Probleme entwickeln können
  • aufmerksam auch auf kleiner Veränderungen im Verhalten, beim Fressen etc. achten, um einen möglichen neuen Schub frühzeitig erkennen und behandeln zu können
  • regelmäßig Gewicht kontrollieren

Ob und was darüber hinaus noch notwendig ist, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Also davon, ob neben der Pankreatitis noch weitere „Baustellen“ vorhanden sind (wie z. B. IBD und/oder Leberprobleme) bzw. ob es auch nach Abklingen des Schubes noch Symptome gibt. Nur zum Beispiel kann es – gerade wenn die Katze während des Schubes Durchfall hatte oder zur Behandlung ein Antibiotikum gegeben wurde – durchaus sein, dass der Kot weiterhin nicht in Ordnung ist, weil immer noch eine Dysbiose vorliegt, die entsprechend behandelt gehört. Ebenso kann eine Nahrungsunterverträglichkeit dazugekommen sind, auf die mit einer entsprechenden Fütterungsumstellung reagiert werden muss.

Pankreasinsuffizienz

Wenn die Bauchspeicheldrüse selbst nicht mehr genügend Enzyme bilden kann, müssen diese natürlich von außen zugeführt werden. Es gibt eine ganze Reihe von entsprechenden Mitteln von verschiedenen Herstellern, wobei darauf zu achten ist, dass einige „nur“ Enzyme enthalten, andere aber auch diverse andere „Nebenstoffe“. Ich lese etwa häufig, dass Kreon für Kinder (= „pure“ Enzyme) als verträglichere Alternative zu Mitteln wie Panenzym empfohlen wird. Gerade bei Allergikern wie Slimmy kann das Problem aber auch einfach darin bestehen, dass in den meisten dieser Produkten Pankreatin zum Einsatz kommt, das aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen gewonnen wird. (Als Alternativ für Menschen, die etwa aus religiösen Gründen entsprechende Produkte ablehnen, gibt es  Rizoenzym-Produkte, bei denen die Enzyme aus Pilzkulturen gewonnen werden.) Alternativ kann auch mit Papain gearbeitet werden.

Falls auch ein Vitamin B12-Mangel besteht, muss natürlich auch dieses entsprechend supplementiert werden. Die orale Aufnahmefähigkeit ist allerdings begrenzt, sodass es sein kann, dass Vitamin B12 eine Zeitlang gespritzt werden muss.

Prognose

Eine akute Pankreatitis hat umso bessere Chancen gut zu verlaufen und nicht chronisch zu werden, wenn sie rechtzeitig erkannt und richtig behandelt wird. Daher kann ich mich nur immer wieder wiederholen: Besteht auf ordentlicher Diagnostik! Letztlich ist die Prognose für jede akute Pankreatitis bzw. jeden akuten Schub allerdings grundsätzlich vorsichtig und abhängig von der Schwere des Verlaufs bzw. davon, ob es zu begleitenden Komplikationen (z. B. Beteiligung von anderen Organen bis hin zum Multiorganversagen oder Aussetzen der Peristaltik mit darauf folgender Sepsis) kommt. Dabei kann niemand versprechen, dass ein zunächst milde verlaufender Schub nicht doch (plötzlich) auch schlimm werden kann. Auch die Dauer einer akuten Pankreatitis/eines akuten Schubes kann durchaus unterschiedlich sein, wieder einmal abhängig von der Schwere und durchaus auch davon, wie schnell richtig behandelt wird.

Gerade Slimmy ist aber auch das beste Beispiel dafür, dass Katzen auch mit chronischer Pankreatitis (und zig weiteren Baustellen) noch viele (überwiegend) gute Jahre haben können. Immerhin haben wir mittlerweile schon acht Jahre geschafft! Aus eigener Erfahrung kann ich nur berichten, dass zwei Dinge wesentlich sind: Zum einen muss das Problem erst einmal richtig diagnostiziert werden. Die schlimmsten Zeit hatten wir, bevor endlich einmal eine Tierärztin erkannt hat, dass Slimmy an (damals schon) chronischer Pankreatitis leidet. Davor wurden die einzelnen Schübe nämlich entweder falsch behandelt oder überhaupt nicht ernst genommen. Zum anderen ist es essentiell, herauszufinden, was der eigenen Katze tatsächlich gut tut bzw. was ihr tatsächlich hilft. 

Mit einer Pankreasinsuffizienz schließlich können Katzen mit Enzymen durchaus „normal“ leben, in der Literatur wird, bei richtiger Behandlung, von einer nicht eingeschränkten Lebenserwartung gesprochen.

Literatur

Jörg M. STEINER (Hg.), Gastroenterologie bei Hund und Katze, Hannover 2011, S. 297-311.

Richard W. NELSON/C. Guillermo COUTO (Hg.), Innere Medizin der Kleintiere, München 22010, S. 602-620.

https://www.tfa-wissen.de/akute-und-chronische-pankreatitis-bei-der-katze

https://www.drhoelter.de/tierarzt/tierkrankheiten/bauchspeicheldruesenentzuendung.html

https://www.vin.com/apputil/content/defaultadv1.aspx?id=4516433&pid=11310&print=1

https://www.thieme.de/de/tiermedizin/pankreatitis-bei-der-katze-110371.htm

https://flexikon.doccheck.com/de/Exokrine_Pankreasinsuffizienz_(Katze)

https://sat.gstsvs.ch/fileadmin/media/pdf/archive/2011/01/SAT153010019.pdf

https://laboklin.com/lu/laboklin-newsletters/details/article/pankreatitis-pankreasinsuffizienz-was-sagen-uns-pli-tli-vitamin-b12-co/

https://www.idexx.com/media/filer_public/c3/f8/c3f8662b-b6a6-40e1-a9e7-187660c9d3c7/pancreatitis-katze-de-de.pdf

https://laboklin.com/hr/laboklin-newsletters/details/article/erkrankungen-des-exokrinen-pankreas-bei-hund-und-katze-1/

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