Jackson Galaxy – Buchtipp

Jackson Galaxy, Der KatzenflüstererVor kurzem haben wir bei einem Instagram-Gewinnspiel unserer Freunde @viennacashmerebengals das neue Buch von Jackson Galaxy „Der Katzenflüsterer. Für ein glückliches Katzenleben“ gewonnen. Ein wirklich tolles Buch, das ich Euch in diesem Blogbeitrag etwas genauer vorstellen möchte.

Worum geht’s im neuen Buch des Katzenflüsterers Jackson Galaxy?

Na klar, es geht um Katzen. Und zwar vor allem darum, wie man Katzen ein artgerechtes und glückliches Leben bieten kann. Oder, um es mit Jackson Galaxys Worten zu sagen: Wie man aus einer Katze eine Mojito-Katze, also eine selbstbewusste, zufriedene Katze macht.

Hauptschwerpunkte

Das Buch ist in folgende vier Hauptteile aufgeteilt:

Teil 1: „Kurzer Abriss einer mojofizierten Welt“

Teil eins bietet einen knappen Überblick über die Entwicklung der verschiedenen Katzenrassen und des Verhältnisses von Katzen und Menschen im Lauf der Jahrhunderte. Dabei gibt es viele interessante Fakten zu entdecken. Wisst Ihr zum Beispiel ganz genau, wann das erste „fertige“ Katzenfutter auf den Markt gekommen ist? Oder, dass Trockenfutter in den 1940ern aufgrund der damaligen Fleischknappheit entwickelt wurde?

Teil 2: „Der Katzen-Crashkurs“

Im zweiten Teil geht es um die Physiologie und das natürliche Verhalten von Katzen. Außerdem gibt es hier Infos zu den verschiedenen Lautäußerungen und der Körpersprache. Des Weiteren werden Jackson Galaxys drei Haupttypen von Katzen vorgestellt: die Mojito Katze, die Napoleonkatze und das Mauerblümchen.

Teil 3: „Der Katzen-Mojo-Werkzeugkasten“

Teil drei behandelt ausführlich, wie man das Leben von Katzen möglichst artgerecht gestalten kann. Dazu zählen umfangreiche Tipps und Tricks zum richtigen Spielen mit Katzen, zur katzengerechten Wohnungseinrichtung, zur Ernährung, zum Katzenklomanagement und vieles mehr. Außerdem wird ausführlich erläutert, wie man Katzen „erziehen“ oder besser gesagt, dazu bringen kann, gewisse erwünschte Dinge zu tun und unerwünschtes Verhalten bleiben zu lassen. (Stichwort: Bestrafen ist völlig sinnlos.) Ebenfalls ausführlich werden hier Zusammenführungen von Katzen untereinander, sowie von Katzen mit anderen Tieren und mit Kindern behandelt.

Teil 4: „Das Katzen-Mojo-Kochbuch“

Der vierte Teil schließlich behandelt überblicksmäßig nochmals verschiedene, häufig vorkommende Probleme wie Unsauberkeit, Streit unter Katzen etc. und bietet die entsprechenden Lösungsansätze. Diesen abschließenden Teil kann man also quasi auch als schnelle Nachschlagmöglichkeit für einzelne Probleme nutzen, ohne vorher das ganze Buch gelesen zu haben.

Lieber Jackson Galaxy, da widersprechen Sie sich aber selbst

So toll ich das Buch auch finde, an zwei Stellen widerspricht sich Jackson Galaxy meiner Meinung nach eindeutig selbst.

Widerspruch Nr. 1: Fütterungsfrequenz

Zunächst wird ausführlich darauf hingewiesen, wie wichtig artgerechtes Futter für Katzen ist und erklärt, dass und warum die ganze Verdauung von Katzen auf viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt ausgelegt ist (S. 109-112). Bis hierhin stimme ich Jackson Galaxy noch vollkommen zu. Dennoch wird im nächsten Atemzug (S. 112-113) empfohlen, nur zwei bis vier Mahlzeiten zu füttern, um die Katzen unserem Tagesrhythmus anzugleichen und besser mit ihnen spielen zu können (nach dem jagen-spielen-schlafen-Prinzip). Warum für mich jedoch artgerechte Ernährung nicht nur bedeutet, dass das richtige Futter in den Napf kommt, sondern auch, dass Katzen ihrem natürlichen Fressverhalten folgen können, habe ich schon im Beitrag zur Frage, wie oft Katzen gefüttert werden sollten ausführlich erklärt.

Widerspruch Nr. 2: Katzenklo säubern

Auch bezüglich des Katzenklos stimme ich Jackson Galaxy in fast allen Punkten zu („+ 1 Katzenklo pro Katze“, keine Haubenklos etc.). Dann heißt es allerdings zum Thema Putzen: „Ich verstehe ja, dass sie keine Lust haben, nach Katzengold zu suchen, und Ihrer Katze geht es da nicht anders. Laut einer aktuelle[n] Studie sollen Katzen, die die Wahl haben, sogar viel lieber saubere als verklumpte Katzenklos aufsuchen.“ (S. 116). Ja, da bin ich ganz dabei. Warum sollten Katzen gerne beim Betreten oder Umgraben des Kisterls auf eigene Extremente (oder die der anderen Katzen im Haushalt) stoßen wollen? Auf S. 119 f. heißt es dann aber: „Wenn sie drei Mal täglich Häufchen schippen und jede Woche schrubben und desinfizieren, sollten sie wenigstens zugeben, dass Sie es nur für sich machen. […] Entfernen Sie also einfach nur jeden Tag die Klümpchen. Mehr nicht. Es reicht, die Box einmal im Monat zu leeren und heiß auszuspülen.“ Über die Frequenz des heißen Ausspülens würde ich ja noch mit mir reden lassen. Aber wer nur einmal täglich die Klümpchen aus dem Kisterl entfernt, zwingt seine Katzen dazu, mindestens die Hälfte des Tages bei der Benutzung des Kisterls auf eigene und/oder fremde Exkremente zu stoßen.

Fazit

Jackson Galaxys Buch ist ein toller Einstieg für „Katzenanfänger“, um sich ein umfangreiches Basiswissen anzulesen, wie man ein katzengerechtes Katzenumfeld aufbauen kann. Aber auch erfahrene KatzenhalterInnen werden wahrscheinlich noch die eine oder andere neue Idee oder Information entdecken. Und selbst wenn man eigentlich eh schon fast alles genauso macht, wie in diesem Buch beschrieben, lohnt sich die Lektüre trotzdem. Nämlich alleine schon deshalb, weil man sich in seinem Tun dann so herrlich bestätigt fühlen kann.(; Ich zum Beispiel hatte meinen persönlichen Highlight-Moment, als ich die Empfehlung gelesen habe, Katzenklos im Wohn- und Schlafzimmer aufzustellen. Ja, da stehen sie bei uns schon länger…und endlich habe ich es schwarz auf weiß, dass das nicht „schräg“ ist.(;

Auch wenn ich das Buch nicht in jedem einzelnen Punkt überzeugend bzw. nachvollziehbar finde, also eine klare Leseempfehlung!

 

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