Mariendistel – Ein „Wunder-Kräutlein“ für die Leber?

MariendistelVor kurzem habe ich Euch ja von Slimmys letztem Kotprofil berichtet. Dieses zeigt, dass sich zwar der Zustand der Magenschleimhaut deutlich verbessert hat, aber immer mehr Gallensäure über den Kot verloren geht. Da die Gallensäure in der Leber produziert wird, müssen wir jetzt also an der Wurzel ansetzen und etwas speziell für die Leber tun. Dafür haben wir uns für die Mariendistel entschieden, da diese, wie unsere Tierärztin betont hat, besonders sanft wirken soll. Und bei meinem kleinen Übersensibelchen ist möglichst sanft und schonend ja immer wichtig.

Mariendistel – Was ist das?

Bei der Mariendistel (Silybum marianum, Carduus marianus) handelt es sich um ein Korbblütengewächs. Im August/September entwickeln sich aus den violetten/purpurroten Blüten braun-schwarze oder grau-braune Früchte. In diesen ist dann der Wirkstoff zu finden. Dabei werden nur die getrockneten, reifen Früchte verwendet.

Wirkstoff

Aus den Früchten der Mariendistel wird Silymarin gewonnen. Dies setzt sich aus Silibinin A und B, Silicristin, Silidianin,  sowie Isosilibinin A und B zusammen und kommt nur in der Fruchtwand vor.

Der Mariendistel zugesprochene Wirkungen

  • Unterstützung der Regeneration der Leberzellen
  • Schutz der Leberzellen vor Giftstoffen/entgiftende Wirkung
  • Verbesserung der Leberdurchblutung
  • Linderung bei Leber-Galle-Erkrankungen
  • gegen Stauungen im Pfortadersystem
  • gegen Krampfadern, Hämorrhoiden
  • Linderung bei Verdauungsstörungen
  • bei Schwäche, Niedergeschlagenheit
  • bei Vergiftung durch Knollenblätterpilzen

Wie bei medizin.transparent.at, forum-ernährung.at und auf Wikipedia betont wird, sind diese Wirkungen allerdings nicht eindeutig durch Studien belegt.

Mögliche Nebenwirkungen

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Kopf- und Magenschmerzen

Anwendungsmöglichkeiten

Bei Mariendistel-Präparaten handelt es sich um Kapseln, Tabletten, Globuli, Tropfen, Samen/Pulver oder Tee, wobei dem Tee nur eine (sehr) schwache Wirkung zugeschrieben wird, weil Silymarin schlecht wasserlöslich ist.

Unsere Erfahrung mit Mariendistel

Da Slimmy ja extrem empfindlich ist, war es bei uns wichtig, ein möglichst „reines“ Präparat zu finden, das möglichst keine weiteren Zusatzstoffe enthält. Denn sonst kann man bei Slimmy – wenn sie es wieder nicht verträgt – ja nie sagen, woran es nun genau gelegen hat. Darum hat uns unsere Tierärztin die Mariendistel-Tabletten von fairvital empfohlen.

Wir sollten 2 x täglich 1/2 Tablette verwenden. Natürlich habe ich mich – als gebranntes Kind – entschlossen, uns da langsam ranzutasten. Also gab es erstmal ein paar Tage nur 1/2 Tablette täglich. Nachdem es zu keinen Nebenwirkungen gekommen war, habe ich mich an 2 x täglich herangetraut. Mit dem Ergebnis, dass wir am Abend des zweiten Tages mit der höheren Dosierung einmal flüssigen Kot mit entsprechender Geräusch- und Geruchskulisse hatten. Also wieder zurück zu nur 1/2 Tablette und zum Glück hat sich die Verdauung sofort wieder beruhigt. Danach gab es erstmal wieder ein paar Tage 1/2 Tablette und schließlich 1/2 plus 1/4 Tablette. Und siehe da, damit funktioniert es jetzt gut. Schon erstaunlich, welchen Unterschied nur 1/4 Tablette täglich (bei Slimmy) machen kann!

Literatur

Ursel BÜHRING (Hg.), Praxis-Lehrbuch Heilplanzenkunde. Grundlagen – Anwendung – Therapie, 4. überarbeitete Auflage, Stuttgart 2014, S. 264.

Angela KNOCKS-MÜNCHBERG, Katzen natürlich heilen. Naturheilpraxis kompakt, Stuttgart 2014, S. 54.

Hilke MARX-HOLENA, Homöopathie für Katzen. Symptome, Dosierung, Behandlung, 5. Auflage, München 2016, S. 64.

Dr. Böhm Ratgeber

forum-ernäherung 

heilpflanzen.online

heilpflanzenwissen

medizin.transparent.at

natur-kompendium

Österreichische Apothekerkammer

reizdarm.one

Wikipedia

 

 

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