Spenderkot-Therapie – Woche 2

Kot-Kapsel für die Spenderkot-Therapie

Nach der ersten Woche der Spenderkot-Therapie war ich ja zu dem Schluss gekommen, dass nur eine „Spenderkot-Kapsel“ am Tag keine Verbesserung bringt, der Kot mit zwei Kapseln jedoch deutlich besser wird. (Für all diejenigen, die nicht ohnehin schon seit Wochen mit uns mitfiebern und jetzt gar nicht wissen, worum es eigentlich genau geht: Schaut Euch doch auch den einführenden Beitrag zur Spenderkot-Therapie an sich und die Zwischenbilanz nach der ersten Woche an.)

In Woche 2 hatten wir jedoch einen herben Rückschlag – der Kot war auch mit zwei Kapseln nicht immer so toll und Slimmy-Maus hat auch einmal ganz schauerlich brechen müssen.

Aber lest selbst im Detail…

Woche 2 der Spenderkot-Therapie

21. Mai

Als ich morgens aufgestanden bin, hätte ich Slimmy fast aus dem Bett geworfen. Sie war natürlich erstmal kurz beleidigt… und ich war erschrocken. Ich habe ja schon einmal erzählt, dass Slimmy eigentlich nur dann mit mir zusammen im Bett schläft, wenn sie sich nicht so wohl fühlt. Sie war aber dann eigentlich ganz normal. Am Nachmittag hat sie allerdings angefangen, am Katzengras zu knappern. Als ich ihr stattdessen Fressi angeboten habe, hat sie das dann aber doch vorgezogen. Auch am Abend war sie übrigens auffällig anhänglich. Normalerweise kommt sie zunächst zu mir aufs Sofa. Dann kuscheln wir ein bisschen in Löffelchen-Position, bis sie genug hat und auf ihre Hängematte direkt neben dem Sofa wechselt. An diesem Abend jedoch ist sie an mir „kleben“ geblieben, bis ich ins Bett gegangen bin. (Mit toten Armen und ziemlichen Rückenschmerzen…. über Stunden ist die Löffelchen-Haltung nicht gerade entspannend, zumindest nicht für mich.)

Kot vom 21. MaiDer Kot, der um 15.05 kam, war allerdings – nach zwei „Spenderkot-Kapseln“ am Vortag – sehr schön.

 

 

 

22. Mai

Auch an diesem Morgen war sie beim Aufwachen wieder im Bett, hat am Nachmittag Katzengras gefressen und war am Abend sehr anhänglich (ich dachte schon, wenn das so weitergeht, brauche ich bald ein Ersatz-Kreuz…). Die Helikopter-Mama in mir begann sich ernsthaft Gedanken zu machen. Morgens hat sie außerdem einmal kurz gewürgt. Allerdings habe ich mir das noch so erklärt, dass sie die „Spenderkot-Kapsel“ wenige Minuten zuvor nicht ordentlich geschluckt hatte.

Kot vom 22. MaiDa auch der Kot (14.00) wieder gut ausgesehen hat (nur der Schluss war etwas weicher), hat es dann am Abend die zweite Kapsel gegeben.

 

 

23. Mai

Kot vom 23. MaiNachdem sie wohl fast die ganze Nacht bei mir im Bett geschlafen hatte, kam um 5.55 das erste Würstchen. Trotz zwei „Spenderkot-Kapseln“ am Tag zuvor, sah er nicht so toll aus. Die zweite Hälfte war sehr weich, außerdem waren einige Grashalme darin.

Um 18.50 ist sie dann einmal aufs Kisterl gegangen, hat sich hingehockt, aber nichts gemacht! Fünf Minuten später konnte sie aber normal urinieren. Ich war leicht beunruhigt … aber dafür war sie an diesem Abend nicht anhänglich, sondern ist normal in ihrer Hängematte gelegen. Dann ist sie wie immer auch zwischendurch rausgekommen, hat gespielt, war am Kisterl …. und dann hat sie gekotzt!

Erbrochenes - Nebenwirkung der Spenderkot-Therapie?Um 21.35 würgte sie auf einmal kurz und das kam raus. Ich hatte einen mittleren Nervenzusammenbruch, denn normalerweise würgt und reckt sie lange, bis endlich etwas hochkommt. Diesmal ging es aber ganz schnell …  ich dachte sofort an den letzten Sommer, als die Peristaltik ausgesetzt hatte und ein riesiger Schwall Flüssigkeit aus Slimmy herausgeschossen kam…

Erbrochenes Runde 2 - Nebenwirkung der Spenderkot-Therapie?Dann hat sie zwei Schritte gemacht und noch einmal kam Fressen hoch. Wie Ihr seht, hat es eher wie ein Würstchen ausgesehen als wie Erbrochenes. Ich habe mich innerlich schon in der Tierklinik gesehen…. Allerdings hat das Erbrochene nicht so bestialisch gestunken wie damals, als der Mageninhalt verkehrt herum herausgeschossen ist … und sie hat auch sofort wieder geschmust, gefressen und gespielt. Also habe ich beschlossen, erstmal abzuwarten.

Kot vom 23. Mai, abendsCirca eine Stunde später (22.30) kam dann noch ein Würstchen. Wieder war die zweite Hälfte zwar sehr weich, ich war jedoch beruhigt, dass es überhaupt gekommen ist. Somit musste die Peristaltik ja noch funktionieren….

 

24. Mai

Nachdem wir jetzt trotz zweier „Spenderkot-Kapseln“ nicht nur wieder schlechteren Kot gehabt hatten, sondern Slimmy auch gekotzt hatte, gab es am nächsten Morgen erstmal keine Kapsel mehr. Nach Rücksprache mit der Tierärztin habe ich aber beschlossen, die Spenderkot-Therapie noch nicht ganz abzubrechen, sondern abzuwarten, wie es sich weiter entwickelt. Zur Sicherheit sollte es jetzt aber erst einmal ein paar Tage nur eine Kapsel pro Tag geben.

Kot vom 24. MaiÜbrigens war sie an diesem Morgen beim Aufstehen nicht im Bett und auch Abends war sie nicht so auffällig anhänglich. Um 16.05 kam dann auch wieder ein Würstchen, das trotz fehlender Kapsel am Morgen gut ausgesehen hat. Danach gab es am Abend doch noch eine „Spenderkot-Kapsel“.

25. Mai

Kot vom 25. MaiAm nächsten Tag war das Würstchen (um 15.45) allerdings schon wieder deutlich weniger schön. Wieder einmal war die erste Hälfte super, die zweite Hälfte sehr weich. Am Vormittag hat sie auch etwas Katzengras gefressen, obwohl es erst am Abend eine „Spenderkot-Kapsel“ gegeben hat.

26. Mai

Kot vom 26. MaiAm Sonntag war soweit alles ok. Nur einmal hat sie kurz am Katzengras geschnüffelt, aber nicht geknappert. Am Nachmittag war ich bei meinen Eltern, währenddessen hat sie dieses hübsche Würstchen gemacht. Wieder gab es nur abends eine „Spenderkot-Kapsel“.

27. Mai

Kot vom 27. Mai morgensAm Montag kam allerdings schon um 4.00 in der Früh das nächste Würstchen und wieder einmal war die erste Hälfte schön, die zweite sehr weich.

 

 

Kot vom 27. Mai abendsAm Abend um 22.50 hat sie dann auch zum zweiten Mal an diesem Kot abgesetzt. Diesmal war die zweite Hälfte noch deutlich weicher (schon eher „breiig“).

 

 

Fazit der zweiten Woche der Spenderkot-Therapie

In dieser zweiten Woche der Spenderkot-Therapie hat sich gezeigt, dass auch mit zwei „Spenderkot-Kapseln“ am Tag die Kotkonsistenz nicht unbedingt besser geblieben ist. Außerdem bleibt die Frage, warum sie sich am Donnerstag übergeben musste. War das eine „Nebenwirkung“ der Therapie beziehungsweise sind zwei Kapseln pro Tag über mehrere Tage hinweg zu viel? Oder ist es ein weiteres Zeichen, dass die Therapie nicht so gut anschlägt wie erhofft? Denn immerhin hat sie ja auch schon kurz bevor wir mit der Kottransplantation begonnen haben wieder angefangen auch Katzengras zu fressen. War also das (neuerliche?) Problem im Ansatz schon vor über zwei Wochen vorhanden und es wird mit dem „fremden Kot“ nicht wirklich besser?

Noch haben wir 15 Kapseln. Solange sie nicht noch einmal bricht oder andere Anzeichen einer Verschlechterung zeigt, werden wir also erstmal weitermachen. Und hoffen, dass sich doch noch eine längerfristige positive Wirkung einstellt… Allerdings bin ich inzwischen kaum mehr optimistisch.

Teile diesen Beitrag gerne auf/per

Eine Antwort auf „Spenderkot-Therapie – Woche 2“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.